Photovoltaik – eine Einführung
"Stetig steigende Kosten für Strom sorgen immer wieder für Unmut bei den Verbrauchern. In den Anschreiben der Strom-Lieferanten ist dann oft als Erklärung zu lesen: ""Wegen gestiegener Kosten bei der Förderung erneuerbarer Energien und im Stromeinkauf müssen wir leider zum 1.1. unsere Strompreise anheben."" Viele Verbraucher glauben deshalb, Strom aus Erneuerbaren Energien wie beispielsweise Photovoltaik sei maßgeblicher Auslö¬ser für die seit Jahren steigenden Strom-Preise."
Der Generator einer Photovoltaik-Anlage besteht aus mehreren PV-Modulen (auch Solarmodule genannt). Diese wandeln das Sonnenlicht in Gleichstrom um. Der Gleichstrom wird von netzgekoppelten Anlagen (Wechselrichter) in Wechselstrom umgewandelt. Ein PV-Modul besteht aus etwa 36 bis 72 Solarzellen. Eine Solarzelle wird heutzutage meistens aus Silizium hergestellt. Silizium selbst wird aus Sand gewonnen.
Bei der Einspeisung in das öffentliche Stromnetz muss der von der Photovoltaik Anlage erzeugte Gleichstrom durch einen Wechselrichter in Wechselspannung umgewandelt werden. Innerhalb von Inselsystemen muss die nicht verbrauchte Energie gespeichert werden, um Energieverluste zu vermeiden und in Zeiten ohne Sonnenenergie Einstrahlung für eine ausreichende Energieversorgung zu sorgen. Besonders begehrt sind Inselsysteme in abgelegenen Gebieten wie Berghütten oder auf Schiffen.

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Um dennoch jegliches Risiko auszuschließen, sollte das Abduschen der Photovoltaik-Anlage in den Morgen- oder Abendstunden geschehen. Dann sind die Module nicht zu heiß. Ein positiver Nebeneffekt: Am Morgen sind die Photovoltaik-Module oft noch feucht vom Tau. So geht das Reinigen noch leichter von der Hand. Ist die Außentemperatur zu hoch, verdampft das Wasser zu schnell und es können Kalkflecken zurück bleiben. Deshalb empfiehlt sich der Einsatz von besonders kalkarmem Wasser, wie beispielsweise Regenwasser. Haben Sie nur Leitungswasser zur Hand, geben einige Hersteller noch den Hinweis, dem Wasser ein geeignetes Glasreinigungsmittel hinzuzugeben.
Netzbetreiber vergüten den Strom gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz. Der Strom muss aber nicht in das öffentliche Netz eingespeist werden. Mit der heutigen Photovoltaiktechnik lässt sich der erzeugte Strom ohne großen Aufwand direkt für Gebäude oder bestimmte Geräte nutzen.
Hintergrundwissen zu Photovoltaik
Die Installation einer Solaranlage auf einer Freifläche ist nicht von der Neigung oder Ausrichtung des Dachs abhängig. Die Solarzellen können so ausgerichtet werden, dass möglichst viel Sonneneinstrahlung aufnehmen können. Spezielle Nachführsysteme sorgen sogar dafür, dass die Solarzellen dem Sonnenverlauf folgen und so den ganzen Tag über optimale Energieerträge liefern kann. Dadurch wird die Solaranlage aber um einiges teuer. Dazu kommen die Kosten für die Aufständerungskonstruktion. Für Solaranlagen auf Freiflächen muss immer eine Genehmigung vorliegen. Leider wird Strom aus diesen Solaranlagen geringer vergütet.
Auf die meisten Photovoltaik-Module wird vom Hersteller eine Garantiezeit von bis zu 20 Jahren gegeben. Meist arbeiten die Solarzellen aber auch nach 20 Jahren mit gutem Wirkungsgrad für viele Jahre weiter. In einem Testzentrum in Italien wurden zwischen 1982 und 1984 einige Photovoltaik-Module installiert. 22 Jahre nach Inbetriebnahme erbrachten sie noch mehr als 90 Prozent ihrer Nennleistung. Daraus wurde berechnet, dass die Leistung der Solarzellen jährlich etwa ein halbes oder sogar nur ein viertel Prozent abnimmt. Auf diese Weise könnten Photovoltaik-Module sogar nach 40 Jahren noch 90 Prozent ihrer Leistung erbringen.


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